Forderungen der Veranstalter

Im Ergebnis des 6. Ostdeutschen Energieforums wendet sich die Interessengemeinschaft der Unternehmerverbände Ostdeutschlands und Berlin mit folgenden Forderungen an die Politik:

Leipzig, 1. September 2017 – Die Interessengemeinschaft der Unternehmerverbände Ostdeutschlands und Berlin (IUOB) fordert die neue Bundesregierung auf, nach der Bundestagswahl eine deutliche Kurskorrektur bei der Energiewende zu vollziehen. „Wir müssen endlich wieder zu dem energiepolitischen Zieldreieck Umweltverträglichkeit, Versorgungssicherheit und Wirtschaftlichkeit zurückfinden. Eine neue Bundesregierung sollte hier Pflöcke einschlagen und alte ideologische Position über Bord werfen, sagte der Sprecher der IUOB Hartmut Bunsen nach dem 6. Ostdeutschen Energieforum (OEF), das Dienstag und Mittwoch in Leipzig stattgefunden hat. Bunsen verwies darauf, dass realistische Zielsetzungen umso wichtiger seien, da sich trotz des Ausbaus der Erneuerbaren Energien die CO2-Bilanz seit 1990 kaum verbessert habe. „Stattdessen haben wir in Ostdeutschland inzwischen mit die höchsten Energiepreise Europas, die die mittelständischen Unternehmer nach wie vor zu stark belasten und zu Wettbewerbsverzerrungen führen“, sagte der Sprecher des IUOB.


Die IUOB ist gemeinsam mit der IHK zu Leipzig Veranstalter des OEF. Es ist die größte Plattform und Denkfabrik für die Energiewende in Ostdeutschland. Mehr als 400 Vertreter aus Politik, Energiewirtschaft, Mittelstand und Wissenschaft hatten sich auch dieses Jahr wieder in Leipzig getroffen. Dabei waren u.a. die Ministerpräsidenten Stanislaw Tillich (CDU/Sachsen), Dr. Dietmar Woidke (SPD/Brandenburg), Dr. Reiner Haseloff (CDU/Sachsen-Anhalt), Mecklenburg-Vorpommerns Energieminister Christian Pegel (SPD), Thüringens Wirtschaftsminister Wolfgang Tiefensee (SPD) sowie Bundeskanzleramtsminister Peter Altmaier (CDU). Aus der Energiewirtschaft nahmen u.a. LEAG-Vorstandschef Dr. Helmar Rendez, VNG-Vorstandsvorsitzender  Ulf Heitmüller, enviaM-Chef Tim Hartmann sowie Edis-Vorstand Dr. Andreas Reichel teil.


Hartmut Bunsen sagte weiter, dass in den kommenden vier Jahren durch die Sektorkopplung, mit dem Ausbau der Elektromobilität und einem effizienteren Bauen zu keinen weiteren unvorhersehbaren Kostensteigerungen für die mittelständischen Unternehmen kommen dürfte. Dafür sollten die politischen Parteien in den Koalitionsverhandlungen die Energiewende als eine nationale Angelegenheit betrachten. „Wenn schon am offenen Herzen operiert wird, dann mit dem geringsten Risiko für private Verbraucher und Unternehmen. In diesem Zusammenhang sollte die Politik überlegen, ob der Ausbau der Erneuerbaren Energien zeitweise gestoppt werde, da die selbst gesteckten Ziele längst erreicht seien. Dafür brauchen wir einen Masterplan, der europäisch abgestimmt sein muss und vor allem das ungelöste Speicherproblem im Visier haben sollte“, so der IUOB-Sprecher.

Download: Forderung IUOB im Nachgang des 6. Ostdeutschen Energieforums (pdf-Format)